Warum Golf? Weil das Herz ...

... mit dem Kopf Tango tanzt!

 


 

Wenn ihr Lust habt, macht Euch auf, zu einer Entdeckungsreise.

Keinesfalls möchte ich als Prediger der Religion Golf in Erscheinung treten. Diese Beiträge sollen lediglich dazu dienen, meine Erfahrungen als begeisterter Freizeitgolfer weiter zu geben.

 Warum hat mich dieses Spiel fasziniert?

Es waren abfällige Bemerkungen von Bekannten über Golf, welche mich dazu animiert hatten, es gerade deshalb zu versuchen.

Dazu der Reiz, Neues zu probieren, gegen den Strom zu schwimmen.

Mit der Zeit begann ich die Seele dieses Sports zu verstehen: beim Golf spielt bei jedem Schwung die Psyche mit dem Körper.

Neues zu beginnen und dabei zu bleiben, erfordert Ausdauer, Willen, vor allem aber, Freude und Interesse am Tun. 

Auf jeder Runde werden zwischen acht und zehn Kilometer zu Fuß gegangen.

Dabei fordert jeder Schlag hohe Konzentration und viel Energie.

Laut einer Studie werden auf einer Golfrunde 1250 bis 1400 Kalorien verbraucht.

Warum ist Golf gut für die Gesundheit?

1.   Golf zur Prävention:

Beim Sport Golf werden Körper und Kopf in dosierter Form gefordert ohne überfordert zu werden.

Auf einer vierstündigen Runde ist der Körper fast zweieinhalb Stunden aktiv.

Der Blutkreislauf wird angeregt, da das Herz fast 150  Mal pro Minute schlägt.

Beim Aufenthalt an der frischen Luft wird das Immunsystem  über ein dosiertes Bewegungs- und Ausdauertraining gestärkt.

Laut einer Studie ist die Sauerstoffaufnahme des Körpers viermal höher, Blutdruck und Blutfettwerte gingen nach unten.

Bei jedem Schlag werden von den 434 Muskeln des menschlichen Körpers rund 130 Muskeln wie Zahnräder über das Nervenzentrum unseres Gehirns in Bewegung gesetzt.

Während eines koordinierten Bewegungsablaufs beim Schlag werden die Sinne auf einen Punkt (den Ball) fixiert und müssen dafür ebenfalls wie die Räder eines Uhrwerks perfekt  ineinandergreifen.

Nach jedem Schlag beginnt eine Entspannungsphase in Form eines strammeren Spaziergangs bis zum nächsten Schlag.

 

3.   Der Vorteil: Golf ist typbezogen!

Golf kann alleine, zu zweit, zu dritt oder zu viert gespielt werden.

Es kann mit Freunden, mit Fremden, mit Familienmitgliedern oder Clubmitgliedern gespielt werden.

Wer seine Runde nach einem stressigen Arbeitstag gerne alleine spielen möchte, hat dafür mein volles Verständnis.

Es war für mich pure Erholung, wenn ich nach einem Arbeitstag den Abend auf der Driving-Range oder  dem Bereich für das kurze Spiel ausklingen lassen konnte.

Dabei war ich nicht Mitglied in einem Club.

Ich habe mir ein Tagesberechtigung für eine Driving-Range und den Putting- und Chipping-Bereich gekauft.

Ich kann nur sagen, es waren herrliche Abende, ohne hohen Kostenaufwand.

  

4.   Warum Golf nicht als Volkssport? Nur Wunschdenken?

Das habe ich mich schon oft gefragt.

Obwohl ich lange begeistert Fußball gespielt habe, frage ich mich doch, warum es nicht möglich ist, Golf den Sprung zum Volkssport zu ermöglichen.

Überall und in jedem Ortsteil wurden aus einfachen Fußballplätzen immer mehr Trainingszentren, mit immer größeren Flächen.

Heute bin ich der Meinung in diesem Bereich des Sports wurde und wird leider etwas übertrieben.

Als ich zehn Jahre alt war, hat ein Fußballtrainer zu mir gesagt, „Wenn du den Ball nicht mindestens mit 30 Kontakten in der Luft halten kannst, hast du auf dem Platz nichts zu suchen.“

Also habe ich angefangen zu trainieren. Es hat Spaß gemacht und ich habe dazu wenig Platz benötigt. Der Garten meiner Eltern hat gereicht.

 

Als begeisterter Freizeitgolfer bin ich der Meinung, es würden Putting-Greens, Chipping- und Pitchanlagen reichen, um Kinder und vielleicht sogar deren Eltern oder Großeltern für den Golfsport zu begeistern.

Kommunen und ortsansässige Firmen könnten dabei gemeinsam aktiv werden.  

Auf Firmengeländen, die über größere Grünanlagen um ihr Firmengebäude verfügen, bestünde die Möglichkeit im Rahmen von Firmensport oder steuerlich geförderter Gesundheitsaktivitäten für Mitarbeiter entsprechende Flächen zu schaffen, welche evtl. auch Ortsansässige nutzen dürfen.

Auch die Golfverbände könnten dazu einiges beitragen.

Evtl. könnten z. B. gute Freizeitgolfer sich für einige Trainingsstunden als, sagen wir Aushilfslehrende, zur Verfügung stellen. Manche würden vermutlich viel Engagement in diese Aufgabe einbringen.

Wenn dafür eine Prüfung abgelegt werden muss, wäre das auch nicht so schlimm. Lehrpläne dafür finden sich vermutlich sehr schnell.

  

5.   Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr

Vergesst diese Aussage.

Golf kann jede Frau und jeder Mann in jedem Alter lernen. Kinder müssen dazu bereits ein Alter erreicht haben, in dem sie mit Kinderschlägern umgehen können.

Gerade wenn das Berufsleben sich dem Ende zuneigt und die Frage auftaucht, „was mache ich denn nach dem Arbeitsleben?“, wäre Golf eine ideale Alternative.

Nebenbei: Enkel sind begeistert zusammen mit den Großeltern  a k t i v  zu werden.

Gemeinsame sportliche Unternehmungen verbinden und halten fit.

Am besten, Ehepaare, bzw. Paare beginnen gemeinsam mit dem Golfsport.

So wird Spannungen hinsichtlich unterschiedlicher Interessen vorgebeugt.

Nebenbei werden dabei neue Bekanntschaften geschlossen.

Wer dabei nicht übertreibt, kann für lange Zeit seiner Gesundheit Gutes tun.        

Wie andere nach einer Yoga-Einheit, fühle ich mich nach einem Golftraining oder einer Golfrunde gestärkt und mit mir im Reinen.

Auch wenn mir ab und zu - manchmal auch öfter - ein Schlag danebengeht.

 

6.   Golf wird in Spielsegmente unterteilt:

 

a)   Die langen Schläge:

Dafür werden Driver, Hölzer und die Eisen 2 bis 5 benutzt.

 

b)   Das kurze Spiel:

Pitchen:

es kommen die Eisen 6 bis 9, sehr oft aber der Pitcher  zum Einsatz. Das hängt von der Entfernung zum Grün ab.

 

Chippen:

das Spiel rund um das Grün. Sandwedge und Pitcher sind gefragt.

Es können auch andere Schläger, sogenannte ‚beste Freunde‘, eingesetzt werden (z. B. Eisen 7 oder 8).

Welcher Schläger dabei zum Einsatz kommt, hängt vom Geschmack der Spielerinnen und Spieler sowie von der Boden- und Geländebeschaffenheit ab.

 

Manche schwören auf das Sandwedge, anderen springt der Pitcher wie von selbst in die Hand. Andere passen den Gebrauch der Eisen den Umständen an.

 

c)   Bunkerspiel:

Sehr oft ist dabei das Sandwedge (SW) im Spiel. 

Auf Fairway Bunkern kann es ganz anders aussehen: "Lange Bälle" können auch aus Fairwaybunkern geschlagen werden .

Das ist ein eigenes Thema, welches einer längeren Betrachtungsweise bedarf.

 

d)   Putten

Hier ist der König der Schläger im Spiel: der Putter.

Weil auf dem Golfplatz meist 40 % aller Schläge mit dem Putter erfolgen, widme ich mich diesem Thema unter dem Titel: "Putten, die Königsdisziplin des Golfens".

 

e)   Das Spiel aus dem Rough (dem hohen Gras)

Hier gilt es, möglichst schnell und sicher aus der Gefahrenlage herauszukommen.

Ausschlaggebend dafür sind sicher die Lage des Balles, die Höhe des Grases und die Erfahrung.

Meist werden Sandwedge (SW), Pitcher (P) oder die Eisen 9 bis 7 zum Einsatz kommen. 

 

7.   Mit Golf zu beginnen, kostet nicht allzu viel

Wer entspannt an die Sache herangeht, kann mit verhältnismäßig geringem Kostenaufwand eine neue Sportart erlernen.

Für Schnupperkurse reichen gute Turnschuhe und passende Freizeitkleidung.

Die Golfschläger können ausgeliehen werden.

Mit rund 120 bis 150 Euro halten sich damit die Kosten in Grenzen.  

Ein Mitgliedschaft beim Verein clubfreier Golfer (VCG) ist eine kostengünstige und zugleich sportlich interessante Alternative.

 

Golf als Reha-Sport? Eine gute Idee!  

Nicht umsonst findet Golf als Koordinationstraining in Rehabilitationsverfahren allmählich Eingang in die Reha-Behandlungsabläufe.

Einen Überblick findet ihr hier: Golf und Rehabilitation

Leider noch selten und wenn, dann in etwas, vorsichtig ausgedrückt, zurückhaltender Art und Weise.

Allerdings ist dies verständlich, denn Mitarbeiter im Reha-Sport müssten über die Bewegungsabläufe und Belastungen des Muskel- und Gelenkapparates beim Golfspiel ausgebildet sein bzw. werden.

Aus diesem Grund übernehmen gut ausgebildete Pros und Proetten diese Aufgabe.

Die Trainingseinheiten für Golf finden in Golfressorts statt.

Vielleicht könnten hier über den Bundesverband der Rehabilitation und dem Deutschen Golfverband Kooperationen zustande kommen, welche der Sportart Golf einen guten Schub geben könnten.  

Dem Buch von Christian Neumaier, Golf (k)ein Sport wie jeder Andere(?) würde ich fast eine Vorreiterrolle für Golf im Reha-Bereich zuordnen.

In den Kapiteln drei bis fünf sind Biomechanik und das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Gelenken anschaulich in Analysen dargestellt.    

Mich wundert, dass Reha-Einrichtungen, welche teilweise große Freiluftflächen ihr Eigen nennen, selten über Puttinggrüns oder kleinere Chip-Bereiche mit Grün verfügen.

Die Puttinggrüns können durchaus Flächen aus Kunstrasen sein, um die Mitarbeiter der Einrichtungen hinsichtlich der Pflege solcher Flächen zu entlasten.

Somit wäre die Gelegenheit geschaffen, sich während der Freizeit in der Reha entspannten Trainingsübungen zu widmen.  

Gerade im psychosomatischen und im kardiologischen Bereich der Reha wären Bewegung und Aufenthalt an der frischen Luft mit dosiertem Sport ideale Ergänzungen zum Reha-Programm.

In der orthopädischen Reha ist nach Einzelfall zu prüfen, welche Belastungen den Betroffenen zuzumuten sind.

Golf ist Kopfsache! Gerade deshalb könnte es im Bereich der Behandlung von Burnout und psychischen Problemen ein gutes, ergänzendes Segment im Reha-Plan und der meist erforderlichen Nachsorge sein. 


 

 

 

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