Gedicht: Weinprobe und ich, der Banause
Weinprobe und ich, der Banause! Es versammelt sich der echte Kenner in der Gruppe der Gaumentraubentrenner. Erlesene Tropfen gilt es kritisch zu kosten. Nur testen, aber niemals prosten! Weinproben erfordern als erstes Rituale: Kein Parfüm, kein Rauch kein Zähneputzen! Geruch und Geschmack fordern pures Naturale. Passende Utensilien zeugen dazu von großem Nutzen: Klare Kelchweingläser, stilles Wasser und Baguette oder Weißbrot und einen Spucknapf, all das machts perfekt. Nun zur Reihenfolge der edlen Tropfen, damit die Sinne nicht verstopfen. Vorher heißt es Gläser mit Wein avinieren, nicht wegen Bakterien oder Viren! Nein, um Fremdgerüche zu entkernen und Spülmittelreste zu entfernen. Aromen suchen Rezeptoren in Nase und Mund, im Hirn, schnell vorbei am Thalamus, direkt zum Zentrallappen Hippocampus. Der Koster gibt danach seine Meinung kund. Leichtere Aromen werden schnell geweckt, wird zuerst kredenzt der Schaumwein, sprich der Sekt. Der Weißwein folgt als zweiter ...