Was braucht die Politik?

 



... wir brauchen wieder Spieler (Politiker), 

welche sich mit ihrem Verein (BRD

und den Zuschauern (Bürgern) identifizieren!"



1. Was heißt Politik?

Politik heißt, Gesellschaft, Wirtschaft, Finanzen und die sozialen Komponenten des jeweiligen Landes im Gleichgewicht zu halten.

Wir sprechen hier von der sozialen Marktwirtschaft, welche einen Grundpfeiler der Gesellschaftsordnung Deutschlands bildet. 

Ludwig Erhard, der Vater der sozialen Marktwirtschaft, hatte bitter erleben müssen, wie Deutschland in der Zeit von 1930 bis 1945 zugrunde gerichtet worden ist. Die Ursachen dafür mögen vielfältiger Natur gewesen sein.

Bei Politik geht es nicht um Parteiinteressen.

 

Selbst wenn ihrer oder seiner Partei im Hinblick auf Posten und Mandat versprochen wurde, deren Interessen in Regierungsverantwortung durchzusetzen. 

Letztendlich zählt die Verantwortung für das Wohl und die Sorge um die Bürger eines gesamten Landes. Parteiinteressen haben sich dahinter einzuordnen.

Ebenso dürfen Vertreter von Parteien in Regierungen nicht nur für Parteiinteressen kämpfen, sondern müssen dafür sorgen, ihrer Gesamtverantwortung im Land gerecht zu werden. 

Auch auf die Gefahr hin, von ihrer eigenen Partei oder ihren Fans nicht mehr gewählt zu werden. 

 

Fans und Anhänger einer Partei mögen, euphorisiert von den Wahlergebnissen, ihre "Gladiatoren" als Idole sehen. Diese Idole sind jedoch nicht von ihren Fans gewählt worden, sondern von den Bürgern eines Landes, die Erwartungen haben. 

 

Deren Erwartungen decken sich  nicht immer, teilweise sogar selten, mit Parteiprogrammen oder Wünschen der Parteimitglieder. 

Die Bürger wollen eine, der Zeit, den Umständen und den finanziellen Mitteln entsprechende Handlungsweise.

Die Polit-Stars der Region müssen lernen, ihren Fans nur noch bedingt ihre Gunst erweisen zu können. 

Der Star oder besser gesagt der Polit-Promi muss herabsteigen von der hohen Leiter seines Statusdenkens und eintauchen in die Welt des Dienens.   

  

2. Was heißt es Politiker zu sein?

Politiker zu sein heißt, den Bürgern eines Landes mit seinem Wissen, seinen Möglichkeiten und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu dienen.

Dienen - ein Begriff der in Deutschland zu Preußens Hochzeit sehr hoch gehalten worden ist. 

"Die Untergebenen haben ihren Herren in Demut zu dienen."

Die Untergebenen haben jemandem zu dienen, der ihnen von Geburt und Stand überlegen ist, und dessen Ebene sie nie erreichen werden. Friedrich II. hat es in einem Satz zusammengefasst: "Hunde, wollt ihr ewig leben."

Es war das Herr-Knecht-Verhältnis, gepaart mit Kriechertum.

 

Davon konnten sich die Bürger in Deutschland nach bitteren Erfahrungen und mit Hilfe der Alliierten befreien.

 

Ein neuer Weg   war zu beschreiten: Mit der Demokratie wurden Dienen und Mut von den Verantwortlichen eingefordert. Arroganz und Herrschsucht der „oberen Kaste“ sollten neuen Verhaltensweise weichen.

 

Verantwortung und

Demut:

Jim Collins, ein amerikanischer Managementexperte, hat Demut und Dienen neu beschrieben: "1. Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen, 2. andere dafür anerkennen, was sie tun, 3. immer lernbereit und offen für Neues sein, 4. Verstehen, dass man immer nur ein kleiner Teil eines größeren Ganzen ist."

 

Dienen und Mut - die Verbindung dieser beiden Begriffe beschreibt ein Verhalten, welches als Demut im politischen Alltag selbstverständlich sein sollte.

 

Leider scheint dieser Grundsatz in manchen Köpfen nur sehr langsam, wenn überhaupt anzukommen.

 

Manchem Politiker sollten die Bürger ein Vorbild sein, nicht umgekehrt!

 

Bürger eines Landes:

Als Bürger wurden im Mittelalter die Bewohner einer Burg bezeichnet. 

Heute werden Bürger eines Staates als Staatsbürger bezeichnet. Im Bereich der Kommunen sind Bürger Ein- oder Bewohner einer Gemeinde bzw. einer Stadt.

Konkret nach ihrer Wohnortzugehörigkeit und ihrem Bundesland in Deutschland werden Bürger nach ihrem Herkunftsland gerufen: Niedersachse, Bayer, Westfale, Holsteiner, Schleswiger, Baden-Württemberger bzw. Badener oder Württemberger, Pfälzer, Thüringer usw..


Politiker eines Bundeslandes:     

Genau so verhält es sich mit den Polit-Promis. 

Sie mögen sich zwar in Berlin als Bundespolitiker bezeichnen, in ihren Köpfen und Herzen bleiben sie der Heimat verbunden. 

Als gewählte Politiker genießen sie den Status eines Regional-Polit-Promis oder Regional-Stars der Politik.

 

Letztendlich haben sie aber den Eid abgelegt, der Bundesrepublik Deutschland zu dienen. 

 

Die Region aus der sie kommen hat dabei die bereits erwähnte untergeordnete Rolle.

Da sie allerdings um den nächsten Einzug in den Bundestag bangen, müssen sie sich volksnah als Mensch der Region geben. 

Sehr oft leiden darunter ihre Versprechen, für ihre Region das Menschenmögliche im großen Zirkus der Politik zu tun. Sie unterliegen den Zwängen der Prioritäten der Bundespolitik.

Ganz zu schweigen, von den immer intensiver auf die Bundespolitik einwirkenden Entscheidungen der Europapolitik.

Der Star wird entzaubert. Als Promi und regionales Schwergewicht werden immer mehr Wünsche aus der Wirtschaft, der regionalen Politik und von Bürgern an ihn herangetragen. 

Sie oder er werden unweigerlich zu Dienern ihrer Region. Sind die Bürger der Region nicht mit der Arbeit ihrer Diener zufrieden, werden diese "entlassen", sprich abgewählt. 

Wer viel verspricht und wenig hält oder halten kann, unterliegt diesem Grundsatz.

   

Politiker sollten sich regelmäßig einer Klausur ihres Verhaltens und Denkens unterziehen, um danach, gemäßigt, mit offenen Augen der Realität und deren Erfordernissen bei ihren Entscheidungen den Bedürfnissen ihrer Bürger (nicht ihrer Fans und Anhänger) gerecht zu werden.   

 

3. Akzeptanz von Regeln!

Dafür müssen alle Verantwortlichen im Land, aus Wirtschaft, Finanz und im Land als international agierende Konzerne die Regeln ihres Landes und ihrer Region akzeptieren und einhalten. Hierfür hat Politik zu sorgen!

Der Grundsatz, "in dem Land, in dem ich lebe, mein Unternehmen betreibe und für dessen Menschen und Politik ich ebenfalls verantwortlich bin, dessen Gesetzte und Vorschriften gelten für mich ebenso, wie für die Bürger dieses Landes."

Viele regional ansässigen mittelständischen Betriebe halten sich an den Grundsatz: "Bleibe im Land und nähre Dich redlich." Einige Großunternehmen, welche versucht haben, sich in anderen Ländern zu etablieren, haben sich im Lauf der Zeit blutige Nasen geholt und sind gerne wieder in den Schoß ihres Stammbetriebsgebietes zurückgekehrt.  

Diese Unternehmen nähren seit Generationen Familien. Sie fühlen sich der Region und ihren Menschen verpflichtet.

Leider erodieren diese Werte. 

Der fruchtbare Boden eines gesunden, stabilen Landes wird fatalerweise mehr benutzt als genutzt. 

Immer mehr international agierende Konzerne versuchen mit Hilfe der Politik, die gute Infrastruktur, das technische und wissenschaftliche Know-How und die Bereitschaft, Leistung zu bringen, für sich solange zu nutzen, so lange sie ihre Profite gar nicht oder zumindest nur minimal versteuern müssen. 

Dabei wird auch nicht vor sozialen Grundfesten Halt gemacht. 

Genau hier beginnt die Verantwortung der politischen Stars und Promis.

  

Es ist die, im Rahmen ihres Eides "Schaden vom Volk abzuwenden", übertragene Verantwortung, welche sie zu Dienern ihrer Bürger macht.

 

Dabei haben regionale Interessen und Versprechen, welche Konzernen voreilig gegeben wurden (Lobbyismus) eben nur noch untergeordnete Stellenwerte.   

Liberale Wirtschafts- und Finanzregeln haben dort ihre Grenzen, wo sie mit der im jeweiligen Land geltenden  gesellschaftlichen Grundordnung in Konflikt kommen. 

 

4. Die Basis des Vertrauens: Demut

Die Korrelation internationaler Interessen mit nationalen Bedürfnissen bildet die Basis politischen Vertrauens im jeweiligen Land. 

Nur mit Demut können Politiker Vertrauen gewinnen.

Auch wenn manche Polit-Stars glauben, ihren Promi-Status auf internationalem Parkett aufpolieren zu müssen, so sollten sie folgendes berücksichtigen: "Der Glanz des Scheinwerferlichts überträgt sich nicht auf das Tagesgeschäft." 

Dort der Star und hier der Diener. 

Nur wenige sind in der Lage dieser Herausforderung gerecht zu werden. 

 

Leider haben wir in unserer Politik von diesen wenigen fast keine. Die Fankultur greift immer mehr um sich. Dabei blendet sie die Verantwortung aus.

 

 

Es wäre in der Corona-Krise vielen Verantwortlichen gut gestanden, zuzugeben, dass Wissenschaft und Medizin sehr wenig bis fast nichts von dem neuen Virus wissen. 

Dementsprechend hätte sich die Politik verhalten sollen. 

Stattdessen wurde und wird den Bürgern täglich Neues bis noch Schrecklicheres verkündet. Irgendwann glaubt selbst der Unterwürfigste nicht mehr an die täglichen Schreckensmeldungen. 

Die aktuellen Demonstrationen werden als rechtsradikal eingeordnet, obwohl vermutlich die wenigsten mit Rechtsradikalen sympathisieren. 

Gegenseitig wird auf die Fallzahlen der anderen Länder verwiesen. Jedes Land ergreift andere Maßnahmen. Eine Gemeinsamkeit konnte der Bürger nicht erkennen. 

Deutschland mit seinen Bundesländern - ein erschreckendes Beispiel. Jedes macht, was es meint. Wehe es funktioniert nicht.   

Wechseln wir zur Energie: "Es darf nicht sein, was nicht sein kann". Ohne Brücken- oder langfristige Übergangsenergiequellen werden Bürger gemolken und betrogen. Und, Arbeitgeber vielleicht doch wieder ins Ausland getrieben, weil dort der Atomstrom günstiger ist als der Öko-Strom aus Buxtehude.

 

Europa, ein Traum und eine  Vision - leider keine Realität

Von Europa wird viel geredet. Leider haben wir es in Europa noch nicht geschafft, eine einheitliche Sprache für alle Bürger zu installieren.

Kurzum, die Regionalsprache bleibt und eine einheitliche Sprache für Europa wird eingeführt. Italien und Südtirol leben es seit langem vor. 

Damit wären Chancengleichheit für alle gegeben. Ohne Sprachbarrieren ließe sich bis hinunter zum einfachen Facharbeiter innerhalb Europas ein Arbeitsplatz suchen. Die Ausrede, "Na ja, schauen wir mal, ob er die Sprache schnell lernt und sich zurechtfindet", ... passé.

Leider ist die Angst der Länder mit gut ausgebildeteten Fachkräften zu hoch, diese Menschen endgültig zu verlieren, weil es in einem anderen Land in Europa günstiger Lebensbedingungen gibt.

Damit wäre er auch kein Problem, Kinder in Schulen von europäischen Mitlgliedsländern schnell zu integrieren. 

Das waren nur zwei Beispiele, an denen gezeigt werden kann, dass Starallüren, Fankultur und Populismus im politischen Bereich lediglich der Selbstdarstellung dienen.

Wasser predigen und Wein trinken, das steht in vielen Bereichen unserer Politik immer noch im Vordergrund des Handelns und im Hintergrund des Denkens

Es gäbe noch viele Beispiele auf nationaler und europäischer Ebene, welche uns, den Bürgern, die Halsschlagader schwellen lassen.

Nur, wir Bürger müssen uns um die täglichen Probleme kümmern, welche uns die politische Stars und ihre Fans gnadenlos vor die Füße werfen. 

 

Man könnte es auch anders beschreiben: "Von Polit-Stars haben wir die Nase voll, wir brauchen wieder Polit-Spieler, welche sich mit ihrem Bundes-Verein und den wählenden Zuschauern identifizieren!"

 

 

 

      

 



       

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