Abschlag - Gedanken für Golfer


 


 

Befreien wir uns bereits am Abschlag vom Zwang der Perfektion.

 

Nehmen wir das Spiel mit Schläger und Ball nicht so ernst. Genießen wir die Momente eines geglückten Abschlags oder eines hervorragenden Putts. 

Der Humor sollte dabei nicht zu kurz kommen. Nur wer mit Humor sein Golfspiel betreibt, kann der Tragik des Misslingens entspannt entgegentreten.

Den Ablauf eines Golfschwungs in Reime zu fassen gelingt nur, wenn der Wunsch und die Sehnsucht nach dem optimalen Schwung immer wieder die Psyche herausfordert.

Wenn der Abschlag nicht geklappt hat, bleibt immer noch die Hoffnung, beim Putten alles wieder gut zu machen.



Psyche - Abschlag - Schwung

 

 

Am Morgen, Mittag oder Abend,

dem Alltag schnell entsagend,

das Spiel mit einem kleinen Ball,

welcher liebt Vorwärts- und auch Rückwärtsdrall.

 

Golf nennt sich dieser Sport.

Der Golfplatz, welch wunderbarer Ort.

In der Natur, meist sehr gepflegt,

Sympathie die Psyche dafür hegt.

 

Zum Start benötigt Mann, auch jede Frau,

Kenner wissen´s ganz genau,

zur Spieleröffnung Tee und Ball.

Dazu den Driver, für den Schlag mit Knall.


  „Schönes Spiel", es beginnt die Fairwayqual,

über 18 Bahnen, freiwillig, allemal.

Mit Tee und Ball der Mensch sich bückt,

wie beim Kotau, ist'´s nicht verrückt?

 

Das Tee nun in der Erde steckt,

der Ball wird zärtlich d´raufgelegt.

Es steigt die Spannung ungemein.

Wie wird sein Schwung nun sein?

 

Mag die  Dimpelkugel fliegen?

Noch darf sie ruhig liegen.

Ein Probeschwung zur Sicherheit,

danach fliegt sie gerne weit.

 

Mit viel Kraft und Muskelsaft,

fliegt Drivers Kopf am Schlägerschaft.

Diese Probe war perfekt.

Gier auf Weite ist geweckt.

 

Nun, hinter Tee und Ball der Driver liegt.

 Der Spieler sanft die Kniee wiegt.

Die linke Hand dreht leicht nach rechts,

Linkshänder bitte andersrum, 

(hier stockt der Reim, 

so soll's auch sein!)


 Nun die Gedanken schwirren, 

Ball nicht aus dem Blick verlieren!

Aufschwung langsam starten,

mit dem Abschwung nicht zu lange warten!

 

Ob sich Ellenbogen, Hand und Hüfte einig sind?

Sie noch zu erinnern, heißt's geschwind.

Ein Ziel am Horizont ist noch zu suchen,

um nach dem Schlag nicht laut zu fluchen.

 

Richtig ausgerichtet? Diese Frage gärt,

Abbruch, Test, jetzt aber unbeschwert.

Der Driver, hinter dem Tee, zu Boden sinkt,

alle Hemmnisse sind endlich ausgeklinkt.

 

Wären da nicht der Partner Blicke,

Angst haftet nun, wie Psychowicke.

Das Tee, der Ball und auch der Driver,

erwarten nun des Durschwungs Eifer.

 

„Fang an, trau dich endlich."

Für alle beginnt nun, selbstverständlich,

die Spieleröffnung mit dem ersten Schlag,

den keiner, wirklich niemand mag.

 

Halt, zu prüfen wäre noch der Füße Stand,

90 Grad vom Ball zur Ferse, so ist´s elegant.

Slice und Hook sollten vermieden werden,

vorgebeugt wird so dem Bällesterben.

 

Der Driverkopf zieht flach nach hinten,

die Augen sich am Ball festbinden,

Hüften drehen leicht nach rechts,

die Drehung des Rechtshänder-Golferknechts.

 

Bei Linkshändern, Contrarium,

da geht´s gerade anders rum.

 Der Driver nun leicht nach hinten steigt,

wenn er nur den Abschwung nicht vergeigt.

     

Die linke Hüfte zieht nach vorne,

auf dass die linke Hand performe.

Die rechte Hüfte dreht zum Ball.

Dreißig Zentimeter vor dem Knall,

 

die rechte Hand viel Power schenkt.

Sir Driver wird mit Speed zum Ball gelenkt,

den er leicht von unten, aber mittig, treffen soll.

Das Tee aus dem Boden springt, jawoll.

 

Augen, noch immer auf den Punkt gerichtet,

dort waren Tee und Ball geschlichtet.

Der Driver seine Kurve zieht,

aus der die Power ihm entflieht.

 

Das kleine runde Dimpelschwein

fliegt exakt Mitte Fairway rein.

Dieser Schwung, der war gelungen.

Hart war er der Psyche abgerungen.

 

Doch, wie so oft bei diesem Spiel,

zählt der Anfang nicht sehr viel.

Abgerechnet wird, korrekt, am Ende.

Diese Zahl spricht meistens Bände.

 Oskar Springer 

 

Abschlag, warum mit Kraft?

In diesem Beitrag versuche ich mit Tipps aus meiner Erfahrung für eine gute Kooperation von Driver und Spieler zu werben. 

"Mach Dir den Driver zum Freund, und Deine Freude am Spiel wird doppelt so groß sein", so ein Pro, den ich in meiner Verzweiflung gefragt hatte. 

" Niemand hat jedesmal den perfekten Schwung", so seine Worte, "aber mit Geduld und Gefühl für Dich und Deinen Driver verbessert sich Dein Spiel automatisch."

Wie recht er hatte. Schwünge mit dem Driver verlangen jedesmal die Überprüfung des Ablaufs. Selbstverständlich sollte die Tagesform ebenfalls passen. 

Frühaufsteher werden sich am Morgen in Form fühlen. Langschläfer sollten bei einem Start zu früher Stunde das Ganze etwas vorsichtiger angehen, um in einen Lauf zu kommen. 

Am Ende zählt aber die Freude am Spiel, die Kommunikation mit Partnern und die Bewegung in der Natur. 

Der Gesunheit Gutes schenken und sich dabei verwöhnen, das ist das Ziel dieses Spiels für gute Freizeitgolfer.

 

  

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