Grüße vom Grantler aus Bayern (8) Planwirtschaft und Schnaxeln

 





Grüße vom Grantler aus Bayern


Planwirtschaft 

und 

ergebnisorientiertes Schnaxln


"Die Versuche der russischen Führung, die Geburtenraten zu erhöhen, werden den Bevölkerungsrückgang in Russland kurzfristig höchstwahrscheinlich nicht aufhalten können."

Auszug aus dem Tagesspiegel


Da fragt sich der unbeteiligte Leser, warum dies eine Nachricht wert ist. Erst beim zweiten Mal Lesen ging mir ein Licht auf: Es geht um die nationale Sicherheit, um Kanonenfutter und die Weitervererbung des Wikinger- und Slawengens!
Nun fragt sich Russland heute, warum die Population im eigenen Land so gering ist. 
Na, weil die meisten Landsleute heute noch damit beschäftigt sind, in anderen Ländern Kriege zu führen oder diese auszurauben. 
Dabei bleibt die eigene Kultur auf der Strecke.
 Endlich wieder zu Hause, freut man sich auf Wodka und Soljanka, aber nicht darauf, an der ‚Heimatfront‘ im Familienzwang zu dienen.

Russland könnte von Bayern Lernen!

Vorausgesetzt es stellt seine kriegerischen Handlungen ein und verfährt nach der Methode des bayerischen "Integrationsschnax'lns"!


Bei uns, in Bayern, ist das etwas anders, leider aber auch manchmal problematisch: Zu uns kommen die Menschen aus der ganzen Welt. 

Das Wichtigste dabei, sie akzeptieren unsere Lebensart, die da lautet: "Leben und leben lassen!"

Leider versteht das unsere Bundesregierung in Berlin nicht bzw. deutet das falsch! 

Wir genießen unsere Freiheit nach dem Motto, morgen ist auch noch ein Tag bzw. Rom wurde auch nicht an einem Tag erschaffen.

Wir haben eben das Glück, von der südländischen Muße geküsst worden zu sein.

Dies reizt viele Bürger aus dem Norden unseres Landes; Sie möchten auch von dieser Muße geküsst werden.


Zu unserem Leidwesen kommen viele sogenannte Zivilisationsschnaxler aus dem Norden unserer BRD: Die Breiss'n!


Wo der Bayer sich intensiv dem Grundsatz "Leben und Leben lassen", also der Freiheit und deren Vorzügen widmet, geben sich die "Breiss'n", ihrer Erziehung folgend, dem "ergebnisorientierten Schnaxln" zum Erhalt ihrer Kulturen hin, vor denen sie geflohen sind.


Hier sind ja bereits sehr viele Artverwandte glücklich geworden sind.


In erster Linie treibt es diese "Gebietseroberer" der Neuzeit, sogenannte Zivilisationswikinger, dorthin, wo sie ursprünhlich  hergekommen sind: In die hiesigen Städte und deren Umland, damit sich ihr Heimweh in Grenzen hält.

Schließlich will man sprachlich, in der Denkweise und im Verhalten weiterhin unter sich bleiben

Meist sind es 2/9 bis 3/8 Manager, welche mit dem Mund fleißig denken, von der Praxis des bayerischen Lebens aber leider nur die Massenware Landhausmode kennen.

Es kommt auch vor, dass sich zarte Bande zwischen Kulturneugierigen jungen Einheimischen und Zivilisationswikingern anbahnen, welche sogar  in Dauerbeziehungen einmünden.

Das nennen wir hier assimiliertes Integrieren.

Zivilisationswikinger des Nordens durch hiesiges  "Reizschnaxln" mit unserer Lebensart bekannt zu machen. 

Vor allem aber mit dem Vorspiel, dem Fensterln.


Dieses verhalten verbindet wiederum Kulturen, welche sich hierzulande der bereits seit mehr als tausend Jahren alten "Urkultur", 'Leben und leben lassen', freiwillig unterordnen.


Gut, ich gebe zu, es gibt noch den sogenannten Konfessionszwang, wenn es um die religiöse Urkultur geht.


Auf dem Land nennen wir das "Bedd'n", also dem Herrgott danken oder ihn, vielleicht auch seine Mutter oder  die "liebste Tante" Maria-Magdalena bitten, etwas Hilfe zu schicken, wenn wir nicht mehr weiter wissen.


Vielleicht werden wir auch deshalb gern als zu direkt beschrieben, weil wir dann, wenn uns jemand nicht verstehen will oder kann, einfach sagen: "Magst ned mid mia Bedd"n geh?"


Was viele, die des bayerischen nicht mächtig sind, als unanständige Anmache des gemeinsamen "ins Bett gehens" verstehen.


Nein, damit wollen wir nur jemanden auffordern, in einem gepflegten Dialog Missverständnisse aus der Welt zu räumen.


Ja, wir geben uns sogar einer weiteren Tradition hin, der Einsicht und der Reue, was uns Luft zum Nachdenken verschafft.


In Bayern wird immer noch gebeichtet, also dem "religiösen Spionage im Privatbereich gehuldigt."

 Dem Beichtvater eines Dorfes oder Stadtteils werden die beruflichen oder privaten Vergehen, im Alltag Sünden genannt, verfreiwilligt mitgeteilt.


Der kultiviert angehauchte Bayer deutet beim Beichten seine Schuld an, ohne konkret zu werden. 

Er umschreibt ein Vergehen als sogenannten Momentzwang, von dem man sich leiten hat lassen, weil der Schutzengel gerade nicht aufgepasst hat.


Nun gibt es bei uns keine körperliche Folter mehr, aber die sogenannte "Kirchenbankfolter".

Man wird nicht gefoltert, um zu beichten.

Man unterzieht sich freiwillig einer Folter, in dem man sich seiner auferlegten Buße durch Bedd'n kniend widmet, denn man wurde bei seinem Ausrutscher nicht erwischt.


Manchmal wird das mit einer, nur in Bayern bekannten Anerkennung honoriert: " A Hund is a scho!" 

Das heißt, er hat sich bei seiner Sünde zwar nicht erwischen lassen, erträgt aber die dafür auferlegten Buße öffentlich mit Würde.


Und genau das unterscheidet planwirtschaftliches und bayerisches Staatswesen:

 In der Planwirtschaft müssen die büßen, welche ihre Vorgaben nicht erfüllen.

In Bayern müssen die Buße tun, welche zwar keiner Vorgabe unterworfen waren, aber trotzdem der Demografie einen Dienstverwiesen haben..


Vielleicht sollte Putin beginnen, wie es schon unter Zar Peter dem Großen stattgefunden hat, Norddeutsche wieder in Russland anzusiedeln, um über das Integrationsschnaxln den in Russland drohenden Bevölkerungsschwund zu stoppen und uns hier in Bayern etwas zu entlasten.



Wir Bayern sind bekannt dafür, Vorschriften zu loben, deren Umsetzung zu ignorieren und am Ende unserem gesunden Menschenverstand zu folgen. 


Unsere Vergangenheit hat uns geprägt, unsere Gegenwart besteht aus "Leben und leben lassen" und unsere Zukunft hat das Fundament des gesunden Menschenverstandes.


Prost auf a Hoiwe Helles.




Oskar Springer

Es gilt das Urheberrecht




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