Gedicht: Das Hirn und seine Lappen
Aufruhr im Hirn!
Du fragst Dich,
warum sich
Dein Gefühl
erregt in Kopfes Vestibül:
Es sind die Lappen,
die aneinander pappen,
mit der Weitergabe von Reizen
niemals geizen.
Im Großhirn, Cerebrum genannt,
wird verarbeitet, was von Außen angelangt.
Im Kleinhirn, dem Cerebellum,
Bewegung und alles drumherum.
Der Hirnstamm wiederum,
hat viel für das Leben zu tun.
Er ist der Brückenschlag
vom Großhirn zum Rückenmark!
Das Zwischenhirn, Diencephalon gerufen,
regelt unsere Begehrlichkeitsstufen.
Thalamus mit Hypothalamus Hand in Hand,
regieren uns mit und ohne Verstand.
Ja, im Hirn geht's Kreuz, auch Quer,
Neuronen schießen hin und her.
Bei Manchem in die falsche Richtung,
dabei mit wenig oder null Belichtung.
Bei andern ist nur eine Richtung installiert,
damit ja kein Gedanke rebelliert.
Nicken aus dem Hirnstamm kommt,
ungeprüft, freiwillig, einfach prompt.
Anerkennung ist der Lohn dafür,
vom Thalamus dem Untersützertier.
Hunger, Durst, Schlaf und wach sein,
Da mischt Hypothalamus sich mit ein.
Politik im menschlichen Gehirn,
sitzt oben, gleich hinter der Stirn.
Hat keinen eigenen Ort,
ungeprüft entflieht daher manch Wort!
Im Broca-Areal, die Sprachproduktion,
im Areal Wernicke das Wortverständnis.
Für beide gibt der Mund den Postillion.
Das Zauberwort: Politikverständnis!
Manchen quälen die Gedanken,
andere, die Worterkrankten.
Die hauen raus, ohne zu prüfen:
Worthormone aus den Hirnhangdrüsen.
Unsere Software sitzt im Kopf,
ohne Platine, ohne Knopf.
Von seltener Erde ganz zu schweigen,
tanzen Gedanken ihren Reigen.
Rechenzentrum auch genannt,
wobei Rechnen dort meist unbekannt.
Beim Zahlendrehen schweigt
der, der danach es meist vergeigt.
Oskar Springer
Es gilt das Urheberrecht!

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