Golf: Der Bunker, ein Faszinosum der Alternativen

 


Die Neigung des Blades 


beim Bunkerschlag



 


Die Neigung des Blades 

beim Bunkerschlag


Wie oft haben Sie sich schon geärgert, wenn beim kurzen Spiel, speziell beim Chip oder beim Bunkerschlag der Ball nicht dorthin geflogen ist, wohin Sie in haben wollten?


Macht nichts, ich habe mich immer wieder geärgert, weil er mal zu weit, mal gar nicht und ein anderes mal wieder zu kurz geflogen oder vom Bunkerrand abgeprallt ist.


Der Bunker, die Achillessehne beim Golf


Wichtig vor allen Dingen!

Sorgen Sie für einen, für Sie angenehmen Stand im Bunker!  Es ist erlaubt seine Fußsohlen im Sand "einzugraben", also durch Bewegung der Fußsohlen im Sand sich einen sicheren Stand zu verschaffen.



Der Bunkerschlag:

Die Lust an der Perfektion 

ohne Frustreaktion


1. Dazu nehme ich ein Sandwedge.

Wie ich es dann nutze hängt von Punkt 2 ab!


2. Ich prüfe die Beschaffenheit des Sandes: 

mit den Augen und den Schuhen!

Man nennt es auch "den Bunker lesen!"

Nie mit Hand oder Schläger!  (Strafschlag)

Sinke ich tief in den Sand ein?

 Das heißt weicher Sand, der Schläger gleitet durch.

 

 Ist der Sand trocken, aber fester

Es handelt sich um sehr feinkörnigen, älteren Sand.

Der Widerstand beim Auftreffen des Schägers auf den Sand ist höher

Es muss ein sehr genauer Schlag mit passender Schlägerblattneigung sein. 

 

Ist der Sand nass?

Sand saugt sich mit Wasser voll: Daher sehr genau, mit passenden Schlägerblattneigung hintercdem Bal, in den Sand schlagen und den Schwung zu Ende führen!

 

Welcher Sand ist es? 

Grobkörnig? Der Schläger geht leichter durch den Sand. Der Ball hebt mit dem richtigen Schlägerblattwinkel gut ab, wenn der Schlag optimal, hinter dem Ball, in den  Sand geht.

Feinkörnig? Dieser Sand ist etwas "schwerer": Der Schlag muss genau passen, damit sich das Schlägerblatt nicht im Sand "verbeißt".


3. Nun kommt die Geometrie ins Spiel

Hier geht es darum welche Neigung (welchen Winkel) das Schlägerblatt haben soll bzw. haben muss, damit der Ball über den Bunkerrand fliegen kann 

und

sich das Blatt beim Eintreffen im Sand sich nicht in diesen "verbeißt".


 

4. Dazu kommt die Stellung der Füße zum Ball 

Dafür muss jede und jeder für sich üben, um die optimale Stellung für sich, je nach Sandbeschaffenheit, zu finden.

Leider, so ist es eben im Bunker, liegt der Ball nicht immer im flachen Bereich des Bunkers oder schön auf dem Sand, sondern kann sich eingegraben haben, liegt bergan oder auch bergab.


Beginnen wir mit "schön auf dem Sand":

 

Was ist zu prüfen?

Ist der Sand härter oder weicher?

Grobkörnig oder Feinkörnig?

Nass oder trocken?

Wie weit ist der Bunkerrand entfernt?

Welche Höhe hat der Bunkerrand?

Wie weit ist es bis zum Grün oder bis zum Fahne?


Wie ist der Stand zum Ball?

Individuell! 

Daher kann das nur durch  Übung in den Practicebunkern erarbeitet werden,

Ich bevorzuge die "Mittelstellung, der Ball liegt zur Körpermitte 

 

Wie ist die Ausrichtung zur Fahne?

Ich bevorzuge eine Ausrichtung, deren Schlagrichtung etwas links an der Fahne vorbeigeht (ich bin Rechtshänder!).

 

Warum?

 

Weil das Blade (Schlägerblatt mehr nach rechts gedreht) offener ist und daher der Ball gerne nach rechts abhebt.


Jetzt kommt die Königsdisziplin: Neigung des Schlägers:

Den Schläger so zu händeln wie auf dem Fairway klappt im Sand nicht.

Das Schlägerblatt muss offener (geneigt) sein.

Die Frage ist, wie offen.

Ich berechne dabei erforderliche Höhe um über den Bunkerrand zu kommen

und

Entfernung zur Fahne, 

dazu ist die Möglichkeit, die Fane überhaupt zu erreichen mit einzukalkulieren.

 

Liegt der Ball sehr nahe am Bunkerrand, könnte es unmöglich sein, die Fahne zu erreichen. Hier geht's nur darum, aus dem Bunker zu kommen.


Nun zu Schwung und Treffmoment:

Schwung:

Der Schwung sollte genau so geführt werden, wie auf den Fairway. 

Ein mit übertriebener Kraft geführter Schwung gefährdet den Punkt, der als Treffmoment bezeichnet wird.

Ein vorsichtig geführter Schwung verliert seine Fliehkraft im Sand.


Treffpunkt:

Beim Bunkerschlag liegt der Treffpunkt sehr, sehr knapp hinter dem Ball!

Warum?

Weil der Ball mit dem Sand fliegen muss: Der Ball wird durch das kurze Zusammenpressen des Sandes katapultartig aus dem Sand gehoben und fliegt, der Neigung des Schlägers folgend, in Richtung der Fahne, da der Schläger offener und die Ausrichtung mehr links der Fahne war 

Wegen der jeweilig erforderlichen Schlägerneigung fliegt der Ball steiler, mal etwas, aber nur etwas Flacher aus dem Bunker.

Mir hilft es meist, die Fahnenspitze anzuvisieren, um zu versuchen den Ball dorthin zu  transportieren.

 


Wie ist das, wenn der Ball im Bunker bergan liegt? 

Zuerst wieder, was ist zu prüfen: 

Bitte oben nachlesen!

 

 Wie ist der Stand zum Ball?

Der Ball liegt minimal mehr zum linken Fuß. Aber trotzdem fast mittig! DAMIT VERMEIDE ich, über dem Ball in den Sand zu schlagen.


Zumindest bevorzuge ich diesen Stand.


Das kann allerdings von Spieler zu Spieler variieren.

 

Warum? 

Es geht um die Schwungkontrolle zusammen mit der Schlägerneigung und der Entfernung des Bunkerrandes in Verbindung mit dem Treffpunkt knapp hinter dem Ball.


Jetzt zur Schlägerneigung:

 Muss ich den Ball steil nach oben befördern, weil der Bunkerrand nah am Ball ist, bleibt nur die Möglichkeit, den Schläger möglichst flach, ab mit leichter Neigung (offen) zu halten. 

Ich bemühe mich den Austrittswinkel des Balles mit der Schlägerfläche abzuschätzen.

 Manchmal bleibt nichts anderes übrig als kraftvoll, aber mit Gefühl! in und durch den Sand zu gehen, damit der Ball gut abhebt.

 

Der Treffpunkt: 

Sollte ebenfalls knapp, sehr knapp hinter dem Ball liegen, dann hebt der Ball durch die Schwunggeschwindigkeit mit dem Sand ab.

 

Wie ist das, wenn der Ball im Bunker bergab liegt? 

Es dürfte der schwierigste Schlag aus dem Bunker sein!


 Gleich zu Anfang die Alternative:

So weit es geht vermeiden ich diese "Frustschläge" und versuche den Ball auf das Fairway "zurückzulegen", um danach mit einem Pitch auf das Grün zu "gehen".

(Ich bin kein Profi und will Freude am Spiel, aber keinen Frust für vergeigte Schwünge und Schläge!)

 

Wer es trotzdem machen möchte:

 Zuerst wieder, was ist zu prüfen: 

Bitte oben nachlesen!


STAND und GEOMETRIE (Schlägerblatt) in Einklang bringen!!!

Hier heißt es, die Bergabneigung austricksen, um sich das Gefühl eines ebenen Standes  zu verschaffen!

 

Der Stand:

Der Ball  liegt minimal mehr zum rechten Fuß, der sich minimal etwas, mehr in den Sand eingräbt.


Die Schlägerneigung 

Je nach Entfernung zum gegenüberliegenden Bunkerrand ist der Schläger mehr oder auch etwas weniger geöffnet. Sollte aber immer so geöffnet sein, um dem Ball das Abheben zu ermöglichen und eine Flugkurve zu erlauben, deren Ende außerhalb des Bunkers liegt.


Der Treffpunkt für diesen Schlag ...

... muß schon fast überirdisch genau sein, damit Entfernung und Flugbahn eine Einheit bilden: Ein bis zwei Millimeter hinter dem Ball, so dass dieser genau dann vom Schlägerblatt berührt wird, wenn er den Sand trifft.

 

Puh, jetzt haben wir mal zwei Möglichkeiten und eine als ALTERNATIVE durch.


Was aber wenn der Ball höher liegt als die Fußsohlen stehen?

Eine weitere knifflige Situation eines Spiels, das keine Grenzen an neuen Hindernissen kennt.


Die "Rotkäppchenlage"

Ich nenne sie deshalb so, weil sie freundlich erscheint, jedoch hinterhältig ist wie der Wolf im Märchen.

Der Ball liegt höher als die Fußsohlen, z. B. am Bunkerrand, aber das Grün kann nicht wie beim Berganschlag angespielt werden.

Das ist meist der Fall, wenn der Ball mit Blick zum Grün links oder rechts am Bunkerrand liegt.


Wie oben beschrieben: Sand, Stand, Geometrie

 

Die Spitze des Blades zeigt beim Ansprechen des Blades (bitte nie den Sand mit dem Blade berühren - Strafschlag!) etwas nach oben, statt, wie bei einer normalen Lage, nach vorne.

Es muss also das Grün anvisiert werden, aber der Flug des Balles soll bzw. darf nicht zu weit nach links (beim Rechtshänder) oder zu weit nach rechts (beim Linkshänder) fliegen.


Das Problem sind 

1. Die Schlägerneigung und

2. Die Schwungrichtung

 

Ganz Ehrlich? Ich schlage den Ball mit möglichst wenig Aufwand auf das Fairway zurück und schlage danach mit einem Chipp oder Pitch auf das Fairway.


 Wer es trotzdem versuchen will


Schlägerblatt öffnen (berechne die Flugbahn zum Grün mit deinem geometrischen Verständnis und dem Vertrauen in Deinen Schwung.

 

Das Problem liegt in der Schwungbahn. 

    Liegt der Ball höher als die Füße, zieht die Schwerkraft des Schwungs den Schläger nach unten. Daher gilt es, dieses Problem bewusst auszuschalten, in dem die Haltung zur Fahne, minimal, etwas mehr nach rechts ausgerichtet ist - Der Schlag trifft etwas von seitwärts-unten hinter dem Ball in den Sand.

Wegen der Ausrichtung wird der Winkel für die Flugbahn verändert, da das Schlägerllatt  sonst den Ball nach links  (Rechtshänder) bzw. nach rechts (Linkshänder)  befördern würde.


So, und jetzt zum verfluchten aller Bunkerschläge:

 Eingegrabener Ball:

Zuerst? 

PRÜFEN mit den Füßen und den Augen,

heißt, lesen des Bunkers samt seinen Tücken!

Wie ist die Lage des Balles?

Flacher Bereich?

Bergab?

Bergan? 

 

Danach der Stand!

Bereits besprochen, s. oben!

Ich bevorzuge die Lage des Balles knapp rechts von meiner Körpermitte. Dies alles kann und muss in langen Trainingseinheiten geübt werden! 


Neigung des Schlägerblattes? 

Nicht zu flach! 

Du musst hinter dem Ball In den Sand schlagen. Der Sand und die Fliehkraft "heben" den Ball. Dazu musst Du etwa einen knappen Zentimeter hinter dem Ball in den Sand treffen, um mit viel Sand den Ball aus seiner Lage zu befreien und ihn zu "katapultieren".


Der Schwung: 

KRAFTVOLL, um Power zu erzeugen!

Genau, damit die Power nicht verpufft!

Überzeugung: Zweifle nicht mehr an Deinem Vorhaben! 

 


 So das wären die neuesten Nachrichten aus der Sandkiste der Fairways. 

Beim nächsten Beitrag geht es um die Schlägerblattneigung bei Pitch und Chipp und den dazu passenden Stand.


 Dazu der passende Spruch:

Wer glaubt, im Bunker die Liebe zum Golf zu finden, hat nie das Gefühl der Zuneigung für dieses Spiel erfahren.






 





 

 

 

 

  

 


 



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