Gedicht: Geburtstag und ...
Geburtstage und ...
... die Erinnerungen
an Das was war
oder
das was man wollte.
Jedes Jahr zur selben Zeit
kommt der Tag, Geburtstagsfreud.
Der Mensch, er kam zur Welt,
nackt, ohne Kleider, ohne Geld.
Am Anfang hilflos, nur rumgetragen,
stolz war das Elternpaar.
bald erste Schritte wagen.
Kindergarten, Schule, alles klar.
Der Weg ins Leben,
nur über Bildung klappt!
So steht's geschrieben,
So wurde es aufgeschnappt.
Die Geburtstage häufen sich,
ab 10, so will's der Brauch,
ob freiwillig oder willentlich
wird Teeny man getauft.
Früh, warum nicht?
Bildung wird gestartet,
Gymnasiastenpflicht,
als Minimum erwartet.
17, der Pubertät entfloh'n,
Lässigkeit kann alles besser,
18, Erwachsenenmutation.
sie weren immer kesser.
Liebe, Hormone sind nun flügge,
Navis für das Leben streiken,
dem Twen hilft keine Geisteskrücke.
Die Parents dürfen's nicht vergeigen!
Der Twen, er sucht sein Leben,
jeder eigene Wege geht,
Geburtstag wird zum Feierbeben.
Alleine, wer im Abseits steht.
Von dreißig bis vierzig, Noblesse!
Geburtstage wie an der Perlenkette,
Familie, Kinder, Erfolg und ... Stress.
gern singt man mit, in der Motette.
Unerwartet streikt der skill,
Forties in den Schraubstockbacken,
Burnout, das Karussell steht still.
Gier, Geld und Lustattacken.
Fifties, die Midlifecrisis ruft.
Freiheit, die Twenties wollten,
Nun intensiv gesucht.
Leben, sehr früh abgegolten.
Geburtstage dienen nun, zu zeigen,
obwohl die Parabel sich schon neigt,
was man heute nennt sein eigen.
Es glänzt das Leben light.
Golden Sixties, sehr verklärt.
Doch nicht mehr alle feiern mit!
Die Geburtstagsfeier lehrt,
für manche kein Geburtstagsritt.
Enkel, die Sterne der Seventies,
lächeln über Altersgehabe.
Sind nun in den Twenties,
Bildung hat Herz, ist keine Gabe.
Seventies, Jahrzehnt der Hoffnung,
keine Krankheit, keine Gebrechen!
Der Geist stellt seine Rechnung!
Mit sich selbst ist abzurechnen!
Eighties hören viel in sich hinein,
Ein Gesundheitsstück wird nun gespielt.
Medikamente? Die Anzahl ist geheim!
Bis der Arzt das Heim empfiehlt.
Dprt, im Vorhof des ewigen Friedens,
Geburtstage mutieren zur Qual
des oft einsamen Verabschiedens.
Allein und keine Wahl!
Was war und was man wollte,
nun, das alles ist egal,
auch wenn man sehr oft grollte,
GEBURTSTAGE bleiben trivial!
Oskar Springer
Urheberrecht
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