Gedicht: Jahresende und ...
... Zeitenwende
Rückblick heißt das Zauberwort.
Trägt Dich oft weit, weit fort.
Was war, was noch ist,
das alte Jahr hat Galgenfrist.
Der Mensch, er steht im Mittelpunkt,
Flora und Fauna hat wenig gejuckt.
Wen wundert's? Mich nicht!
Worte, der Menschen Buchstabengericht.
Jedes Jahr, im Dezember,
do you remember?
Es grüßt die Vergangenheit.
Weckt Freude, auch Traurigkeit.
Prominente haben ins Gras gebissen.
Warum und wann, ich muss es wissen.
Wer hat eine Wahl gewonnen?
Wo hat ein neuer Krieg begonnen?
Sensation hat Konjunktur,
wo bleiben Verstand und Anstand nur?
Es lebe TikTok und Instagram
und der ganze Socialmediakram.
Klima, Umwelt, Flucht und Not,
der Mensch und auch die Hungersnot,
Politik, Religion und Ideologie,
keine Freude, nur Apathie.
Wie wär es, mit Providentia?
Was kommen könnte, mit Prudentia.
Wer kauft zur Hochzeit sich ein Land?
Wird Mar al Lago umbenannt?
Hält die Koalition mit Merz
nur noch bis März?
Stürzt der Papst das Zölibat?
Wird die AFD ein Konglomerat?
Wer wird sich durch fremde Betten schlafen?
Voyeurismus ist nicht abzuschaffen?
Lebt das Volk bald Wohnungslos?
Was bringt der Börse den Todesstoß?
Zukunft hat immer Konjunktur,
am besten schlimm, nackt und pur.
Das Neue Jahr muss etwas bieten!
Sensation sucht neue Riten.
Davor wird geballert und geschossen,
sich die Birne zugegossen.
Das alte Jahr und der Verstand,
scheiden, verletzt und unbekannt.
Das Neue Jahr hat's auch nicht besser,
es schreit und zückt das Wortemesser:
"Der Mensch der hat 'nen Knall,
das spür' ich hier und überall!"
Oskar Springer
Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Dein Kommentar wartet auf Freischaltung