Grüße vom Grantler aus Bayern: Urlaub und weg

 




Der Grantler aus Bayern

Urlaub: 

Es knutschen die Reifen mit dem Asphalt


Jetzt kommt sie wieder, die Zeit, in der die Reifen mit dem Asphalt der Autobahnen knutschen und schmusen, als wäre es der Beginn einer unendlichen Liebe. 


Die Liebe zur Urlaubsreise kann niemand besser vollziehen als Reifen und Autobahnen!

Fahrbahnstreifen werden bei jedem Wechsel der Fahrbahnen von allen Reifen  intensiv geküsst.

Kautschuk und Bitumen vereinen sich intensiver als es der Swingerclub Urlaubsoase im Industriegebiet Strandlage, Entsschuldigung Sadtrandlage, mit seinen untenrum Vergnügungssüchtigen je schaffen könnte.

Knapp, also ca. 30 bis 90 cm über dem Asphalt sitzen, nein, besser gesagt warten, tausende sitzend mit unbändiger Ungeduld endlich das Ziel ihrer Träume zu erreichen. 

 Den Ort, der ihnen verspricht, die schönste Zeit des Jahres dort verbringen zu dürfen.

Wo das ist bzw. sein könnte, fragen Sie?

Na, dort, wo man sich erst quälen muss, bis man hinkommt, um dann festzustellen, wie angenehm es zu Hause sein könnte.

Egal, ob es die Hitze am Strand, die Regentropfen des Bergwetters oder die überfüllten Campingplätze der jeweiligen Geheimtipps sind: Hauptsache, man war dort, dabei und mittendrin.


Drei Worte bewegen Millionen von Menschen samt ihren fahrbaren Untersätzen: Sonne, Wasser, baden.

Teilweise beschleicht einen das Gefühl, ohne Autobahn wäre das Leben ein Dahinsiechen in der Gegenwart mit ihrer Einsamkeit.

Auf der Autobahn, da trifft man sich. Nonverbal, mit seinem fahrbaren Untersatz, welcher bei manchen vermuten lässt, seine Isassen befinden sich auf der Flucht vor der nächsten Invasion einer feindlichen Volksgruppe.

Ich frage mich immer öfter, ob Bewohner der Länder, in denen die Autobahnflüchtlinge gegen hohe bis höchste Gebühren temporär aufgenommen werden, ebenso begeistert von ihren Gästen sind, wie wir es hier in Bayern sind.


Wenn sich die Preise für Essen und Trinken das Sommerspeisevirus einfangen und plötzlich unerklärliche Höhen am Fieberthermometer der Ausgabenbereitschaft erklimmen, stöhnen die Einheimischen unter der Grippe ihres Kaufkraftverlustes.


"Beruhigungspillen" sollten verteilt werden!

Damit sich die Gemüter nicht zu sehr erhitzen, wird von den örtlichen Behörden empfohlen, Haus und Wohnung nicht zu verlassen oder im Freien einen Schatten am Wasser aufzusuchen.

Es wäre alles gute Ratschläge. Nur, in den schattigen Plätzen am Wasser liegen bereits die Ferienasylanten aus nah und fern. So bleibt den Einheimischen nur die eigene Wohnung oder das Haus, wo man sich ab und an kühl abduschen (o'braus'n" wie der Bayer vornehm sagt) kann.

Am Abend in "seinem" Biergarten bzw. dem Lokal oder Restaurants seines Vertrauens muss entweder vorbestellt werden oder es gibt einfach keinen Platz mehr, denn auch da sitzen sie dann, die "Temporärflüchtlinge", welche ihr Zuhause verlassen um in andere Kulturen einzutauchen.

Wenn ein Einheimischer vielleicht noch einen Platz ergattert, dann kann es durchaus passieren, dass ein Teutone aus Bayern in Jesolo einen Signore folgendermaßen um einen Platz bittet:  "Geh weida Sbäzi, ruck a bissl, mia waarn zwoa."

Wenn dann der vermeintliche Signore antwortet: "Ich bitte Sie, wir haben hier reserviert!", dann weiß man, mehrere Edelpayasylanten auf Zeit, beanspruchen hier Rechte, welche ihnen ihre Erziehung zu Hause verbieten würde.


Haben Sie sich auch schon gefragt, wo es sich am leichtesten lebt?

Ich schon. Dabei kam ich zu folgendem Schluss: 


Wo lebt es sich 

am leichtesten?


Dort, wo Menschen 

keinen Zutritt haben.


Wo ist das?


Dort, wo es sich 

am leichtesten lebt!




Die Leichtigkeit des Lebens ...

... kennt alle Antworten


@ Es gilt das Urheberrecht

Oskar Springer
















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