Gedicht: Hitze und wir - plötzlich heißt es ...
Hitze und wir - plötzlich heißt es ...
... unzumutbare Temperaturen
Wer ehrlich ist und sich erinnert,
hat im Süden oft gewimmert.
Dabei war es nur Urlaub dort.
Heiß sollte es sein vor Ort.
Im Meer sich treiben lassen,
Wein und Essen musste passen.
Mein Gott, war der Ober faul,
wie ein müder, alter Gaul.
Er musste schuften in der Hitze,
wir rissen kalte Witze.
Lebten Dolce Vita, saßen rum,
die dort lebten, waren auf dem Sprung.
Gut erholt und braun gebrannt,
fuhren wir zurück in unser Regenland.
Keine Hitze, gute Temperatur,
was jammern die im Süden nur?
Und heute, im Jetzt und Hier?
Ist Hitze plötzlich keine Zier!
Sie quält uns Tag und Nacht.
Hat neues Denken hier entfacht.
Trinken ist jetzt oberstes Gebot,
Nur kein Wein und Bier! Alkoholverbot!
Wasser, Säfte, Limonade,
Espresso stellt den Blutdruck wieder g'rade.
Nun kommt die Hitze auch zu uns!
Als Bremserin des flotten Schwungs.
Dessen Fehlen wir im Süden oft monierten,
stattdessen das Arbeitsleben dort sezierten.
Unzumutbar heißt es hier,
woher kommt plötzlich dies Gespür?
Erst wenn man es selbst erfahren muss,
erkennt der Mensch den Kleingeiststuss.
@Urheberrecht. OSKAR SPRINGER
Kurz zusammengefasst:
Mosern, schimpfen kritisieren,
schnell Gedanken absorbieren,
dabei noch frech sich geben
und an seiner Meinung kleben.
Mensch, unzufrieden wie Du bist,
lebst Du zu gern als Egoist.
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