Gedicht: Herbst, Blätter und das leise Rubisco!

 



Herbst, Blätter und das leise  Rubisco!


Wenn der Laubbläser kreischt und schreit,

feiert der Herbst seine bunte Zeit.

Leuchend gelb, karminrot, rotbraun getupft,

jedes Blatt eine separate Farbenwucht.


Woher das kommt, das willst Du wissen?

Die Blätter der Sonne Kraft vermissen!

Der Baum stellt nun auf Vorrat um.

Chlorophyll verwandelt er in Stickstoff und Magnesium.


In Ästen, Stamm und Wurzeln lagert er's geschickt,

damit 's im Frühjahr wieder neue Blätter bringt.

 Die Lunge des Baumes, höre nur, 

 das Blätterdach, ein Wunder der Natur.


Cuticula heißt die wächserne Außenschicht

die schützt, damit die Sonne nicht zu tief sticht.

Darunter sorgen Epidermisflächen

für Stabilität, damit kein Blatt kann brechen.


Zwischen diesen Schichten 

wohnen Adern und Gewebe

ähnlich wie bei Menschen, 

damit das Blatt auch lebe!


Palisadengewebe, Heimat von 10 bis 50 Chloroplasten,

wo Sonnenstrahlen und Chlorophyll H2O und CO2 betasten.

Photosynthese heißt dieser Elektronen- und Protonenzoff

Wasser zerfällt dort, in  Wasserstoff und Sauerstoff.


Nun kommt das Geheimnis, von dem kein Lehrer spricht:

Rubisco, das häufigste Enzym, Du kennst es nicht?

Der ungenaue, faule Handwerker im Blatt,

hat wohl das Kleben von CO2 und Wasserstoff öfter satt.!


Wasserstoff und Kohlendioxyd soll Rubisco mit Zucker kleben,

doch wie der Mensch greift Rubisco auch daneben.

Nur 1 bis 10 Moleküle pro Sekunde setzt es um,

manchmal macht es auch Fehler, sei es drum.


So greift es nach SAUERSTOFF statt KOHLENDIOXYD,

was weder Baum noch Pflanze Nutzen bringt.

Oxygenasereaktion! Kostet dann viel Kraft,

um sich zu erneuern, was aber fast jede Pflanze schafft.


Doch nun zum Mesophyll, der Postzentrale aller Blätter:

Im Schwammgewebe wird geordnet und verteilt,

was braucht der Baum für Holz und Bretter

und was benötigt der Mensch, ob er schläft oder eilt?


Die Rohrpost aller Blätter nennt der Mensch gern Adern.

Hart arbeitet jede Pflanze, während wir oft hadern:

In den Xylemen Wasser und Mineralstoffe zu Blättern wandern,

in Phloemen Kohlenstoffe zur Pflanze hin mäandern.


Es ist das Geben und das Nehmen der Natur!

Jede Faser gibt -  Bleibt nie beim Nehmen stur!

Von Blättern könnt' der Mensch viel lernen,

Leider Menschen sich von der Natur entfernen.


Zum Nutzen dieser Arbeit gibt es viel zu sagen.

Auch das Ergebnis kann niemand hier beklagen.

Poren auf der Blattunterseite, Stomata genannt,

sind für den Gasaustausch bekannt.


Wie der Mensch aus seinen Poren schwitzt,

macht es auch das Blatt, sehr gewitzt:

Sauerstoff schickt es über seine Stomata in die Luft,

gepaart mit Wasserdampf, der zur Kühlung nutzt.


Zugleich holt es von außen wieder Luft,

nach der das Palisadengewebe ruft.

Wasser von den Wuzeln füllt das Schwammgewebe:

Die Sonne lässt die Photosynthese weiterleben.


Grnau wie im Motor der Automobile!

Entscheidend sind Einspritzung und Ventile.

Das Ergebnis der Motorleistung heißt:

Aus Luft, Benzin und Funken Energie sich speist.


Doch Mensch, vergiss nie, Rubisco, das Enzym

ohne dessen Kenntnis wäre Sauerstoff sehr dünn

gestreut in der Luft und auch für uns Menschen:

Ein leiser Arbeiter für des Lebens "Convention"!


@Urheberrecht

Oskar Springer






Kommentare

Azubis - was ist versichert?

Vorsorgen für das Alter - Warum so kompliziert?

Auszubildende (AZUBIS) - welche Versicherungen?

Was ist Freiheit? Gibt es sie überhaupt? Ist sie nur Illusion?

Warum ich als Themenvagabund ein "Nischenhopper" bin

Gedicht: Vom Traum, ein ...

Mit Loriot und seinem Humor ...

"Wahlen? Kruzifix, macht endlich mal!" Eine Rede ...

Statistik und Amerika - Politik oder Kitilop?

Gedicht: Sonntag, Du Unruhestifter ...

Polittalksendungen für Masochisten