Gedicht: Ball im Bunker, ....

 



  



Ball im Bunker,

Golfers Gedankenzunder


Genau die Fahne angepeilt,

Kraft im Probeschwung verteilt:

Der Ball, das fiese kleine Stück,

sucht im Sand sein Liegeglück.


Dort zeigt das kleine Dimpleschwein

allen sein Glück, zum Schein.

Mal liegt es frech und frei,

grinst, meint nonverbal "don't cry!"


Ein anderes Mal, gräbt es sich ein.

Für Spieler und Sandwedge eine Pein.

Noch schlimmer, der Liegeort im Sand:

Hinten, Mitte, vorne, nah am Bunkerrand?


Auch die Neigung im Bunker,

ein fieses Handicap, kein Geflunker.

Dazu kommt des Bunkers Art,

welche viele Namen hat.


Fairwaybunker, meist flach und fein,

für Holz und Eisen wenig Pein.

Greenbunker, man könnte gern verzichten,

weil diese oft den Score vernichten.


Topfbunker, wie schon der Name sagt,

tief, mit hohem Rand, oft beklagt.

Wastebunker am Spielfeldrand,

für manche ein wahrer Explorand.


Nun zum Sandwedge und desen Zweck:

Den Ball gekonnt und ohne Schreck,

in hohem Bogen mit viel Geschick,

besonders Ruhe und auch Glück,


aus der Lage zu transportieren,

gilt es einiges zu inspizieren.

Ist der Sand hart, weich oder nass?

Wie hoch ist der Bunkerrand, ist's krass? 


Im Topfbunker, die Höhe der Bunkerwand.

Und, passt für den Schlag der Stand?

Oberstes Gebot, ohne sich zu zieren:

Risiko für Schlag und Flug minimieren!


Danach kommt die Physik ins Spiel,

Schlägerneigung und Kinetik sind der Deal!

Kraft mit Schlägerwinkel in Kombination

entscheiden über des Balles Reaktion.


Auch ein Umweg ist erlaubt,

Selbst wenn mancher es nicht glaubt.

Links, rechts oder zurück,

Ein guter Plan führt auch ins Glück.


Zu Schwung und Schlag, hör bitte zu:

Wenn des Schlägers Neigung austariert,

der Augen Blick den Treffpunkt hart fixiert,

dann gilt es: Schwung, Schläger und auch Du


zu einer Einheit sich verbinden,

aus der keiner sich kann winden.

Der Ball beginnt mit dem Sand zu fliegen,

gelungen ist's, das Problem zu besiegen.


Vor allem gilt es hart zu üben,

im Übungsbunker drüben.

Schlägerneigung, Schwung und Kraft,

damit in der Praxis keine Lücke klafft.


Und doch, glaub' es mir und diesem Spiel:

Golfpraxis bleibt oft labil.

Verzage nicht, und denk an große Meister,

auch sie kämpfen oft mit Golfergeister.


Freu dich am Spiel in der Natur,

Sie gibt die Antwort rein und pur:

Nichts ist perfekt, doch alles lebt,

wenn der Schläger sich zum Ball bewegt.


Egal ob am Abschlag, Fairway oder Bunker,

es hilft kein Geflunker!

Der Mensch ist immer das Problem,

beim Gelingen oder auch danebengeh'n.


@Urheberrecht. Oskar Springer




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