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Gedicht: Hitze und wir - plötzlich heißt es ...

  Hitze und wir - plötzlich heißt es ... ... unzumutbare Temperaturen Wer ehrlich ist und sich erinnert, hat im Süden oft gewimmert. Dabei war es nur Urlaub dort. Heiß sollte es sein vor Ort. Im Meer sich treiben lassen, Wein und Essen musste passen. Mein Gott, war der Ober faul, wie ein müder, alter Gaul. Er musste schuften in der Hitze,  wir rissen kalte Witze.  Lebten Dolce Vita, saßen rum, die dort lebten, waren auf dem Sprung. Gut erholt und braun gebrannt, fuhren wir zurück in unser Regenland. Keine Hitze, gute Temperatur, was jammern die im Süden nur? Und heute, im Jetzt und Hier? Ist Hitze plötzlich keine Zier! Sie quält uns Tag und Nacht. Hat neues Denken hier entfacht. Trinken ist jetzt oberstes Gebot, Nur kein Wein und Bier! Alkoholverbot! Wasser, Säfte, Limonade, Espresso stellt den Blutdruck wieder g'rade. Nun kommt die Hitze auch zu uns! Als Bremserin des flotten Schwungs. Dessen Fehlen wir im Süden oft monierten, stattdessen das Arbeitsleben dort sezierten....

Essay: Homo-Kleingeist, Transformation, Leben und die Zeit

  Es lebe der Wahnsinn  des Homo-Kleingeist...,   ... dessen Geburt  nach Abschluss  der Ausbildung  oder des Studiums  mit dem Kaiserschnitt  des Ehrgeizes  der Anpassung  vollzogen wird. Wie sagte mein Großvater, als es darum ging die Misthaufen aus Umweltschutzgründen abzuschaffen?: "Die Misthaufen sind das Gold der Fruchtbarkeit auf dem Feld. Die Gülle wird der Schlamm der Chemieindustrie und die Geisel des Trinkwassers." Ja, er hatte Recht! Als in den 70er und 80er Jahren die Jagd auf Odelgruben und Misthaufen begann, waren viele Wissenschaftler, Wirtschaftsgelehrte, Landwirtschaftsingenieure, Industriemanager und die Betonwirtschaft sich einig: "Die Zukunft gehört der Gülle", besser gesagt, "Die Zukunft muss der Gülle gehören!" Stimmt sogar! Wenn ich heute Menschen frage, was ist der Unterschied zwischen Mist, Odel und Gülle erhalte ich zur Antwort: "Nichts, alles stinkt fürchterlich und verseucht unsere Umwelt." Dabei verbrei...

Gedicht: Du bist wie Du ißt!

  Du bist wie Du ißt! Vitamine Beere, Nuss oder Frucht? Obst oder Gemüse ? Fisch oder Fleisch? Der Mensch lebt gern gesund, tut dies auch offen kund. Nur, weiß er, was er isst? Bei manchem die Herkunft er vergisst. Fleisch, Gemüse, Obst, auch Pilze, Salat, Nüsse, Beeren und Gewürze. Alles soll für Vitamine sorgen, am besten heute und nicht morgen. 13 Vitamine brauchen wir zum Leben, Doch wo sie finden, woher nehmen? Der Mensch denkt einfach und stabil, im Dreierpack ist alles was er will. Dreierpack? Es sucht das Hirn. Fleisch, Gemüse, Obst, das Dreigestirn! Was ist Nuss und was ist Beere?    Es beginnt die Speisenlehre. Rhabarber, ein Obstkuchengericht Stimmt leider nicht! Mit Rharbarber man Gemüse ißt. Gemüse oder Obst?  Es ist verflixt. Wenn Erdbeeren Nüsse sind, und Bananen Beeren, ja das stimmt! Kiwis, Datteln und Papayas. Tomaten, Gurken, Avocados , fein und zart, sogar Kürbisse, all das ist Beerenart. Fleisch oder Fisch?  Was ziert den Edelspeisentisch? B...

Gedicht: Ein blauer Balken ...

  Ein blauer Balken ... . .. und es zittert ein Land Ein blauer Balken schwebt im Land, seine Maße sind bekannt. Es murrt der Wähler weit und breit, "Politik, Du gingst zu weit!" Wähler, so heißt der Souverän, Politik will partout nicht mit ihm geh'n. Wer nicht hören will, muss eben fühlen, so ist's in der Natur mit ihren Molekülen. Blitz und Donner, Gewitter genannt, Weidel und Chrupalla als Unwetter bekannt. Wo politische Luftmassen aufeinander prallen, hört man es im ganzen Lande knallen. Hat das Gewitter sich entladen, beginnt das Aufräumen mit Klagen. Zerstört wurde vieles durch die Wucht, welche als Partner den Sturm meist sucht. Politik als Wetter zu bezeichnen,  dürfte der Natur zur Scham gereichen. Natur an sich ist und bleibt ein Phänomen,   Politik lebt vom Kommen und vom Geh'n. Wetter ist nicht nur Klimawandel, Politik oft nur Pferdehandel. Was zieht und was wird geritten? Darüber schon Gelehrte stritten. Optimismus wächst, wenn die Sonne lacht, bei t...

Warnung vor zu viel Zurückhaltung!

  Warnung vor zuviel Zurückhaltung Warum stirbt das Schusterhandwerk aus? Weil immer gesagt wurde: "Schuster bleib bei Deinen Leisten!" @Urheberrecht beachten

Merz, Friedrich der Große...

  Friedrich der Große... ... und der  Kasernenhofton   aus dem Sauerland Tja, den deutschen Arbeitnehmern Krankheiten als Faulheit oder Drückebergerei unterzujubeln, entspricht der Abgehobenheit unserer Politikerkaste und ihrer Lobbyisten. Na hoffentlich sind die Arztpraxen auf ausreichend Durchfall, Brechreiz und Notfallbehandlungen bei 40⁰ Fieber vorbereitet.  Oder kommt dann das Arztpraxennotfallgesetz für Extremfälle? Sicher werden Herrn Merz am Morgen die geschälten und entkernten Apfelsinen auf feinem Porzellan zum Frühstück gereicht, die Aktentasche getragen und der Chauffeur wartet morgens am Gartentor für die Fahrt zum Arbeitsplatz. Muss der feine Herr schwitzen, liegen sofort gebügelt und gestärkt Wechselhemden bereit, damit er ja frisch und wie aus dem Ei gepellt auftreten kann und sich ja nicht erkältet. Der Arbeitnehmer dagegen muss sich in die bakterienverseuchte Bahn quetschen, mit durchgeschwitzen Klamotten den Heimweg antreten, dabei aber im herunter...

Das Fenster, sein Glas und meine Gedanken

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   Fenster, ihr Glas und meine Gedanken Fenster, sie trennen und verbinden, das Draußen und das Drinnen. Sie lassen Blicke durch sich ziehen , schützen mich, vor Wetter und auch Fliegen. Glas, das Wunder der Natur, Quarz, Soda, Kalk, Hitze pur, 1600⁰ für das Schmelzverfahren. Dann ins Floating, glatte Bahnen. Glas, woher kommt dein Name? Glasa, glänzend fand dich der Germane. Bernstein, das Glasa vor deiner Zeit, ein Name für Schönes immer bleibt. Glas, deine Tranparenz kennt keine Grenzen. Du bleibst klar, auch nach vielen Lenzen. Du willst auch gereinigt werden,  befreit vom Staub und and'ren Erden. Du erlaubst meinen Blicken Freiheit, schenkst meinen Gedanken Zeit. Sie fliegen durch dich hindurch, zur Natur, erleiden keinen Bruch. Eichen grüßen von der Ferne, der Wolken Flug seh' ich so gerne. Ein Vogel kreuzt grad meine Blicke, der Walnussbaum, er lacht, der Dicke. Ein paar Regentropfen kleben nun an dir, glänzen im Sonnenstrahl wie ein Saphir. Du nimmst es gelassen h...

Der Weise sagt: Wer im Glas ...

  Der Weise sagt:   Wer im Glas ... ... die Wahrheit sieht,  darf sich nicht wundern, wenn der Spiegel  zur Notlüge greift. @Urheberrecht Oskar Springer

Nachgedacht nach einer Fußballnacht

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  Bildausschnitt aus "Tausend tolle Tore" 1965/1966 vom Sicker-Verlag, Frankfurt/Main Fußball, das wir und das sie Mit welcher Euphorie und noch größerer Erwartung sind wir alle in die Glitzerwelt der Fußballweltmeisterschaft gestartet. Der Traum " wir können Weltmeister werden" war ein von der Leichtigkeit der Hoffnung getragener Rucksack der Glückshormone. Schon das Wort Euphorie verbindet überschwängliche Gemütsverfassung mit gesteigerter Lebensfreude zu intensivem Wohlbefinden. Leider hält dieses Gefühl nur kurze Zeit an, um danach dem Wind des Alltags der Enttäuschung Türen und Fenster zu öffnen. Die Realität und ihre gnadenlosen Tatsachen schleichen sich ins Haus der Hoffnung. Und schon geht es los: Enttäuschung, Niedergeschlagenheit, Verlustsyndrome und die Reaktionen darauf. Reaktionen, welche die Luft pfeifen lassen, die aus der gnadenlos zu stark aufgepumpten Luftmatratze der Erwartungen entweicht, wenn der Stöpsel brutal aus dem Ventil gezogen wird. Zuers...